Sammlung von Plastikmüll am Acheron

Plastikmüll gesammelt auf dem Acheron

Die Vermüllung der Meere mit Plastikabfällen ist ein Problem, das spätestens seit 2010 eine breitere Öffentlichkeit erreicht hat. Zu den Hintergründen siehe den Artikel über Plastikmüll in den Ozeanen bei Wikipedia.

Als Skipper sind wir gefordert, unseren Anteil zur Sauberhaltung der Meere beizutragen. Dies ist geregelt im Internationalen Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL). Die Regelung für Plastikmüll ist in der Anlage V zu MARPOL enthalten und ganz einfach: Plastikmüll darf nicht ins Wasser. Gar. Nie. Nicht.

Trotzdem wird weiterhin viel Plastikmüll in die Meere eingetragen. Teilweise von der Schifffahrt (z.B. Netze, die verloren gehen), teilweise als Müll, der durch die Flüsse eingebracht wird. Das kritische Problem an Plastikmüll ist, dass Plastik nicht abgebaut wird, es bleibt praktisch unbegrenzt erhalten, es wird nur immer weiter zerkleinert und damit dann immer schlechter sichtbar. Es bleibt jedoch in Form von Mikroplastik schädlich und gelangt dann sogar leichter in die Nahrungskette.

Heute haben wir versucht, unseren kleinen Beitrag zur Sauberhaltung der Meere zu leisten: statt den Müll aus dem Meer zu sammeln haben wir mit unserem Expeditionskajak den Acheron befahren und den Müll noch vor dem Eintrag in das Meer aus dem Fluss gesammelt.

Wie auf dem Bild gut zu erkennen ist: der größte Teil des Plastikmülls, der dann an der Oberfläche treibt besteht aus Plastikflaschen. Unser täglicher Beitrag zum Schutz der Meere vor Plastikmüll an Bord der SolarWave besteht darin, dass wir unser Trink- und Brauchwasser vollständig selber durch Entsalzung des Salzwassers produzieren. Dafür wird ausschließlich Solarenergie eingesetzt!

Dadurch entlasten wir auch die Trinkwasserinfrastruktur der Küstenorte – denn Süßwasser ist knapp insbesondere im Sommer.

 

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