Leuchtqualle

Diese Leuchtqualle fotografierten wir am 28. Juli 2024 an der Ostspitze von Othonoi, einer der diapontischen Inseln: https://www.inaturalist.org/observations/254811163
Wenn man das Bild ansieht, weiß man warum diese Quallen „Leuchtquallen“ genannt werden. Das Leuchten entsteht durch Biolumineszenz, ist vor allem Nachts sichtbar, aber auch bei dieser Aufnahme vor einem dunkleren Hintergrund deutlich zu erkennen.
Leuchtquallen werden auch Feuerquallen genannt, da sowohl ihr Schirm als auch ihre Tentakel Nesselzellen enthalten, die auch die Haut von Menschen durchdringen können. Eine Berührung ist schmerzhaft, aber nicht lebensgefährlich.
Die Leuchtqualle hat acht stark nesselnde Tentakel außen am Schirm, mit denen sie aktiv auf Jagd gehen kann, um kleine Krebse und Fische zu betäuben und dann zu fressen. Diese Tentakel kann sie bei Bedarf komplett einziehen oder bis auf eine Länge von einem Meter ausstrecken. Sie werden dann als sehr dünne, durchsichtige Fäden hinter der Qualle hergezogen.
Hier sieht man eine Leuchtqualle mit eingezogenen Tentakeln:

Und hier sieht man eine Leuchtqualle mit ihren acht ausgefahrenen Tentakeln:

Es gibt einige wenige Tiere, denen diese Qualle als Nahrung dient. Die Gelbstriemenbrasse ist der einzige uns bekannte Fisch, der die Feuerqualle frisst und uns gelang dazu diese besondere Aufnahme:

Auch die Unechte Karettschildkröte (vgl. diesen Artikel im Adventskalender 2024) frisst Feuerquallen. Ihr Schnabel und die Haut auf ihrem Kopf scheint unempfindlich gegenüber den Nesselzellen zu sein. Sie schließt jedoch bei größeren Exemplaren die Augen beim Fressen, um sich vor den Nesselzellen zu schützen. Davon haben wir selbst bisher noch keine Aufnahme machen können, aber wir haben ein Kurzvideo gefunden, das bei Zakynthos, einer der Ionischen Inseln aufgenommen wurde:
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtqualle, abgerufen am 10.12.2025
Jellyfish as Prey: Frequency of Predation and Selective Foraging of Boops boops (Vertebrata, Actinopterygii) on the Mauve Stinger Pelagia noctiluca (Cnidaria, Scyphozoa), https://doi.org/10.1371/journal.pone.0094600, abgerufen am 10.12.2025