Goldstrieme

Diesen Goldstriemenschwarm fotografierten wir am 4. August 2024 vor Ereikousa: https://www.inaturalist.org/observations/259237870
Mit circa 1000 Beobachtungen ist die Goldstrieme (Sarpa Salpa) unser am häufigsten fotografierte Fisch. Die Jungtiere kommen im flachen küstennahen Revier der Ionischen Inseln häufig vor und sind in ihrem Schwarmverhalten sehr interessant. Sie schwimmen zügig als Schwarm, um an geeigneten Stellen die Felsen abzugrasen, denn sie ernähren sich von Algen. Sie sind markant gefärbt, mit goldenen Streifen auf silbernem Grund und goldgelbumrahmten Augen. Um sie während des Grasens zu fotografieren, muss man sich fast reglos im Wasser treiben lassen, sonst erschrickt der Schwarm und zieht weiter.
Hier sieht man einen Schwarm von noch sehr jungen Sarpa Salpa, den wir vor der Ostküste von Ereikousa aufgenommen haben, einer der drei diapontischen Inseln.

Auf dem folgenden Bild kann man sehr schön das geschäftige Grasen eines Schwarms beobachten:

Den beeindruckendsten Schwarm dieser Brassen haben wir 2017 vor Paxos fotografiert, vor einem Steilhang und mit kräftiger Dünung:

Auf dem Video, das während dieser Beobachtung entstand, kann man sehr gut erkennen, dass die Wellenbewegung und Brandung vor den Felsen sowohl für die Fische als auch für den Fotografen eine Herausforderung sind:
Die Goldbrasse enthält Giftstoffe und wird deshalb nicht befischt. Im Arabischen heißt die Goldstrieme auch „Traumfisch“ wegen ihrer halluzinogenen Eigenschaften, die beim Verzehr auftreten. Diese sind sehr stark, können mehrere Tage andauern und sind mehrfach beschrieben worden. Höchstwahrscheinlich kommen die Giftstoffe von Algen, die die Goldstrieme abgrast, aber das ist noch nicht abschließend geklärt. Quelle: Wikipedia, abgerufen am 27.11.2025: https://de.wikipedia.org/wiki/Halluzinogener_Fisch